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Pflegekinderdienst

Pflegelternbewerber für den Unstrut-Hainich-Kreis

Im Unstrut-Hainich-Kreis gibt es derzeit etwa siebzig Familien, die insgesamt 115 Pflegekinder aufgenommen haben. Aus unterschiedlichen Gründen werden Jungen und Mädchen nicht von den leiblichen Eltern sondern von Pflegefamilien betreut, wo sie befristet oder dauerhaft ein behütetes Zuhause finden.

Es werden dringend verantwortungsbewusste, fürsorgliche Familien gesucht, die sich dieser bedeutsamen Herausforderung stellen möchten.

Im Mai 2011 übernahm der Arbeiter-Samariter Bund Kreisverband Unstrut- Hainich e. V. einzelne Aufgabenschwerpunkte des Pflegekinderdienstes vom Fachdienst Familie und Jugend des Landratsamtes. Das Jugendamt des Unstrut-Hainich-Kreises verwirklichte damit ein Pilotprojekt in Thüringen.

Vordergründig beabsichtigt der ASB, durch intensive Öffentlichkeitsarbeit neue Pflegeeltern zu gewinnen. Bewerber werden auf die Aufnahme von Pflegekindern vorbereitet. Sowohl erfahrene als auch neue Pflegeeltern werden intensiv beraten und in Fortbildungsveranstaltungen qualifiziert.

Hilfesuchende Pflegefamilien sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger finden beim ASB kompetente Ansprechpartner, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Was ist ein „Pflegekind“?
Pflegekinder sind Kinder vom frühsten Säuglingsalter bis zum fortgeschrittenen Jugendlichenalter, deren Eltern aus unterschiedlichen Gründen, zeitweise oder auf Dauer, nicht hinreichend für sie sorgen können. Daher werden sie entweder mit Zustimmung ihrer Eltern oder aufgrund eines familiengerichtlichen Beschlusses in Pflegefamilien oder bei Verwandten untergebracht.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um eine Pflegefamilie zu gründen?
Bewerben können sich Einzelpersonen, Ehepaare, Familien und auch Lebensgemeinschaften.

Sie schätzen und achten Kinder, möchten ihnen liebevolle Hinwendung schenken und sie in ihrer Entwicklung fördern.

Sie müssen in gesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen leben, d.h. das für das Kind bestimmte Pflegegeld soll nicht für ihren eigenen Lebensunterhalt eingeplant werden.

Ausreichend Platz und Zeit für ein Kind werden vorausgesetzt.
Pflegeeltern sollten nicht an einer lebensbedrohlichen Krankheit leiden. Sie sollten bereit sein, sich einfühlsam, liebevoll und fördernd dem Kind zuzuwenden. Pflegemütter und –väter sollten stabile und belastbare Persönlichkeit sein, die tolerant und offen sind. Sie sollten Lebensfreude und eine positive Lebenseinstellung ausstrahlen.

Außerdem sollten sie mit den Mitarbeitern des Jugendamtes und anderen einzubeziehenden Beteiligten bereitwillig zusammenarbeiten.

Die Bereitschaft zur Offenheit, Reflexion und enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – vor allem auch mit der Herkunftsfamilie der Kinder - ist eine grundlegende Anforderung für Pflegeltern.

Welche konkreten Schritte sind zu unternehmen?
Unsere Mitarbeiterinnen Bettina Michel-Schürmann und Juliane Kollars beraten und informieren alle Bewerber in einem ersten Gespräch und werden sie auch weiter begleiten und unterstützen. Sozialpädagogischer Pflegekinderdienst
Untermark 27
99974 Mühlhausen Telefon:
Bettina Michel-Schürmann 03601 - 87 12 202
Juliane Kollars 03601 - 87 12 636 Zunächst muss ein umfangreicher Fragebogen ausgefüllt und ein Lebensbericht geschrieben werden. Nachdem die Unterlagen im Jugendamt gesichtet wurden, werden die Bewerber zu einem vertraulichen Einzelgespräch gebeten. Gegebenenfalls werden dann Termine für einen Wohnungs- bzw. Hausbesuch vereinbart. Dabei sollten alle Familienmitglieder anwesend sein. So wird ein realistisches Bild der häuslichen Situation gezeichnet und Gespräche mit allen Familienagehörigen - gegebenenfalls auch den leiblichen Kindern – ermöglicht.

Wie werden Bewerber unterstützt und vorbereitet?
Um die Pflegeeltern auf kommende Herausforderungen mit einem Pflegekind vorzubereiten, werden sie in einer gestaffelten Qualifizierung mit sieben Einzelmodulen geschult. Dabei werden Kenntnisse zu entwicklungspsychologischen, rechtlichen und pädagogischen Grundlagen vermittelt.

Um dieses Thema mit erfahrenen Pflegeltern und kompetenten Sozialarbeitern in ungezwungener Atmosphäre vertiefen zu können, haben zukünftige Pflegefamilien Gelegenheit, an den regelmäßig stattfindenden Pflegeelternstammtischen in Mühlhausen oder Bad Langensalza teilzunehmen.

- Monatliche Elternstammtische am Vormittag und am Abend
- Supervisionen und Fallbesprechungen
- Feste und Feiern